Mann flirtet mit jeder frau

Die liebe Familie war dreizehn Jahre (1980–1993) und 384 Folgen lang eine jeweils in den Monaten Oktober bis April vom ORF ausgestrahlte Live-Fernsehserie um die großbürgerliche Wiener Familie des pensionierten Sektionschefs Franz Lafite.

Die Reihe lief samstags um Uhr und dauerte in der Regel knapp 45 Minuten. Angelehnt an das Stegreif-Format der legendären Familie Leitner und als eine Art bürgerliches Gegenstück zu den proletenhaften Sackbauers der 1970er-Jahre-ORF-Reihe Ein echter Wiener geht nicht unter wurden Familienmitglieder und Gäste zum Kaffeeplausch empfangen.

Damit sollte wohl der Charakter eines Stegreifspiels unterstrichen werden.

In der Anfangszeit und gelegentlich auch später liefen am Beginn der jeweiligen Folge im Hintergrund die Hörfunknachrichten des ORF.

Titelmelodie der Sendung war der so genannte Kupelwieser Walzer von Franz Schubert, vor dem Beginn der jeweiligen Ausgabe wurde eine Tafel mit der Aufschrift „Wir begrüßen Sie zur xxx.

Folge unseres Stegreifspiels Die liebe Familie“ eingeblendet. Juni 2017 wurde im Spartenkanal ORF III ein Großteil der Episoden 1 bis 188 in HD-Format wiederholt. 10 Prozent der in den Programmzeitschriften und diverser Online-Ressourcen bereits verlautbarten Folgen wegen aktueller Ereignisse (Übertragung von Sitzungen aus der Nationalrat etc.) ersatzlos und zum Teil sehr kurzfristig wieder gestrichen worden, sodass eine kontinuierliche Orientierung in den sich aufbauenden Handlungssträngen nur schwer möglich war.

Ab Herbst 1985 war die „Die kleine Konditorei“ von Zuckerbäcker Eduard Janek, an der zu einem Drittel auch der Sektionschef und Frau Sokol beteiligt waren, und in den letzten Jahren die Wohnung von Enkelsohn Thommy weitere beliebte Handlungsorte.

Alle in dieser Liste aufgeführten Darsteller hatten eine wiederkehrende Rolle in der Serie mit mindestens zwei Auftritten. nur spärliche Informationen vorliegen, konnten nicht alle Details über Darsteller, Gastauftritte und Handlungsverläufe abschließend geklärt werden.Drei Sendungen konnten nicht wie geplant ausgestrahlt werden: Im Zuge einer umfangreichen Programmreform und -verjüngung unter dem neuen ORF-Generalintendanten Gerhard Zeiler wurde die Serie im Dezember 1993 vorzeitig eingestellt. Teilweise wurden auch titelgleiche Folgen vertauscht. Oster- und Weihnachtsepisoden wurden fast gänzlich gestrichen, da diese nach Ansicht der Programmverantwortlichen nicht „zur Jahreszeit passen“.1997/98 wurde die Serie werktags im ORF-Nachmittagsprogramm wiederholt, wobei allerdings die Anfangsfolgen von 60 Minuten auf rund 45 Minuten gekürzt und verschiedene Folgen ausgelassen wurden – entweder, weil sie wegen einer längeren Laufzeit nicht ins Programmschema passten oder weil die Bänder nicht mehr verfügbar bzw. Aufgrund zahlreicher Beschwerden an den ORF – kurioserweise auch von Zusehern, denen die Ausstrahlung von zwei Folgen pro Tag offenbar lästig war – wurde die Wiederholung mit Folge 188 (Der Besuch des Ministers) am 2.Den Zusehern sollte damit vor Augen geführt werden, dass tatsächlich live gespielt wird.Einen gewissen Handlungsbruch erlebte die Serie zum Auftakt der Saison 1986/87, als einer der Hauptdarsteller, Ernst Meister alias Ernstl Lafite, plötzlich verstarb.

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